Dienstag

Demo "PAG the Police" - München 10. Mai 13 Uhr Marienplatz



Nach zahlreichen dezentralen Auftaktdemos in Nürnberg und Augsburg gegen die Verschärfung des Polizeiaufgabengesetzes geht's am Donnerstag den 10. Mai zur Großdemo nach München. Die CSU wirft für für die Landtageswahlen im Oktober alles an autoritär-konservativer Parteipolitik in die Wagschale, um ihre absolute Mehrheit im Landtag zu sichern. Islam-zu-Deutschland-Debatte, Kreuze-Erlass, Auffanglager für Geflüchtete die euphemistisch als "Ankerzentren" bezeichnet werden und auch das Polizeiaufgabengesetz sind teil einer aggressiven Law-and-Order-Rhetorik.

Dieser stellen wir uns ebenso entschlosen und laut entgegen. Wir organisieren uns, protestieren und widersetzen uns dem Umbau Bayerns in einem noch autoritäreren Polizeistaat, als er's eh schon ist.

Deshalb kommt am kommenden Donnerstag (Feiertag!!) 
10.5 um 13 Uhr auf den Marienplatz in München!

Geht auf die Straße gegen das Polizeiaufgabengesetz und alle Versuche unsere eh schon erodierten Grund- und Freiheitsrechte wieder abzubauen!
Geht auf die Straße für die Freiheit und das gute Leben für Alle!

Der Zugtreffpunkt für die Abfahrt ab Augsburg ist um 11:45 am Hauptbahnhof.


Montag

Demo gegen das bayerische Polizeiaufgabengesetz - Augsburg 4. Mai 18 Uhr Moritzplatz

Bayern gehört zur Spitzgruppen der sichersten Bundesländer, gemessen auf Straftaten pro Einwohner*in und auch absolut sinkt in vielen Deliktgruppen die Zahl der Straftaten. Viele Menschen verspüren ein zunehmendes Gefühl der Unsicherheit in vielen Bereichen Ihres Lebens, als Mieter*in einem Abhängigkeitsverhältnis zum/r Vermieter*in und in Konkurrenz zu anderen Mieter*innen auf dem "freien Markt", als befristet/e Beschäftige/r; Plus internationale Konflikte, Krisen, Terror und und und. 

Hinter dem daraus entstehenden Ruf nach "Sicherheit" steckt der Wunsch nach Absicherung der Grundbedürfnisse: Wohnen, Nahrungsversorgung, Bildung, körperliche Unversehrtheit, soziale Absicherung bei Krankheit, Erwerbungsfähigkeit usw.
Doch an die zentralen Fragestellungen wie das "gute Leben für Alle" denn realisiert werden könnte, wagt sich momentan kaum eine der großen Parteien ran. Stattdessen wird das Narrativ der "Sicherheit" mit einem Mehr an Repression und Überwachung, härtere Strafen, mehr Polizei und mehr Gefängnissen befüllt.

Konsequent fügt sich dahineinan auch das neue Polizeiaufgabengesetz (PAG) ein. In Bayern ist man wahrscheinlich schon eine Menge Law-and-Order-Politik gewohnt, aber hier lohnt es sich wirklich nochmal genauer hinzusehen und die Demo-Lethargie zu überwinden und doch mal wieder auf die Straße zu gehen.

Worum geht's genau?
Ganz grundsätzlich würde die Polizei mit dem neuen PAG Kompetenzen und Fähigkeiten bekommen, die eigentlich sonst bei den Nachrichtendiensten liegen und damit würde das sog. Trennungsgebot (https://de.wikipedia.org/wiki/Trennung_zwischen_Nachrichtendiensten_und_Polizei) 
von Polizei und Nachrichtendiensten noch weiter aufgeweicht. Das Trennungsgebot besagt, dass Nachrichtendienste (BND, MAD und Verfassugsschutz) keine Exekutivbefugnisse haben dürfen, d.h. Dich nicht festnehmen oder durchsuchen dürfen, das darf nur die Polizei, aber die Nachrichtendienste dürfen wiederum ohne Vedacht ermitteln z.B. 20% des Internetverkehrs nach Schlagwörtern durchsuchen. Ein Aufweichen des Trennungsgebots könnte dazu führen, dass die Polizei mehr rumschnüffelt und z.B. gegen Bürger*innen ermittelt, die nichts verbrochen haben und das ist aus dem Prinzip des Rechtsstaats unwürdig und läuft ihm zuwider.
Polizeiliche Ermittlungen und Maßnahmen können mit Inkrafttreten des PAG auch schon bei einer "drohenden" und nicht mehr wie jetzt erst bei einer "konkreten" Gefahr beginnen. Drohend oder konkret mag einigen vielleicht wie eine Wortklauberei vorkommen, hat aber eine fundamental unterschiedliche Bedeutung: Konkret bedeutet laut duden.de (https://www.duden.de/rechtschreibung/konkret): faktisch, existent, tatsächlich, präzise. Wohingegen drohend (https://www.duden.de/rechtschreibung/drohend) mit bevorstehend, herannahend, zusammenziehend assoziiert wird. Drohend kann also als weit weniger konkret und schon garnicht so interpretiert werden, was sich als Ausgangspunkt für polizeiliche Ermittlungen oder Maßnahmen wie -Schutzhaft-Unterbringungshaft zu rechtfertigen. Für alles was die Freiheits- und Grundrechte einschränkt, müssen nachprüfbare Fakten und Verstöße gegen Gesetze vorliegen, alles andere öffent Tür und Tor für staatliche Willkür.

So aber jetzt mal konrekt, wo wird's beim PAG richtig übel. Bitte festhalten, Sicherheistgurte anliegen und Kotztüten bereithalten:

* Einsatz von V-Leuten ohne richterliche Anordnung
* Einsatz von Gesichts- und Verhaltenserkennungssoftware auf allen öffentlichen Veranstaltungen 
   wie z.B. Demonstrationen, auch wenn keine Anhaltspunkte für Straftaten vorliegen
* Heimliches Eindringen mittels Staatstrojaner in deinen Computer 
* Verdeckter Zugriff und Eindringen in Clouddienste und die Befugnis dort Daten zu löschen oder 
   zu verändern
* DNA-Ähnlichkeitssuche (DNA-Phänotypisierung) mit der über Ähnlichkeiten zur DNA deiner 
   Verwandten der Kreis der Verdächtigungen eingeschränkt werden kann
* Drohnen zur Videoüberwachung und IMSI-Catchern zur Handyüberwachun
* Beschlagnahmung von Postsendungen
* Dreimonatige Gefährderhaft mit unbeschränlter Verlängerung, zwar mit Richtervorbehalt, aber  
   ohne Prozess, Verurteilung und der Möglichkeit sich von einem Anwalt oder Anwältin vertreten 
   lassen zu können

Zum Nachlesen: 
https://netzpolitik.org/2018/ab-sommer-in-bayern-das-haerteste-polizeigesetz-seit-1945/
https://www.datenschutz-bayern.de/1/PAG-neu.pdf

Das ist ein breiter Angriff auf so ziemliche alle Grund- und Freiheitsrechte, die unbeschultene Bürger*innen davor schützen zu unrecht kriminalisiert und Ziel von Repression und Überwachung zu werden, also geh verdammt nochmal für deine Grundrechte und Freiheiten demonstrieren, so lang's noch geht!
Informier Deine Mitmenschen, teile dieses Posting, mobilisier deinen Bekanntenkreis zu einer oder allen der vielen Demonstrationen und lasst uns gemeinsam das PAG und alle law-and-order-Politik stoppen!

Kommt zur Demonstration am Freitag den 04.05, ab 18 Uhr, am Moritzplatz Augsburg!

Mittwoch

Aufruf zur Antimilitaristischen Kundgebung gegen die Hauptaktionärsversammlung der RENK AG


Am Freitag, den 27.04, findet die jährliche Hauptversammlung der
Aktionär*innen der Renk AG statt. Wie jedes Jahr piekfein, mit hübscher
Abendgarderobe und ganz weit weg von den Auswirkungen ihres eigenen
Handelns. Die Renk AG ist laut Handelsblatt auf Platz 10 der größten
deutschen Kriegswaffenfirmen und das mit Hauptsitz in der
„Friedensstadt“ Augsburg.

Die Renk AG ist wichtiger Partner von Rheinmetall sowie
Krauss-Maffei-Wegmann und baut Getriebe für den Leopard II Panzer und
den in der Türkei gefertigten Altay-Panzer, welche vom türkischen
Militär gerade genutzt werden um einen völkerrechtswidrigen Krieg in
Syrien zu führen, einen Völkermord am kurdischen Volk zu begehen und
weitere Kriegsverbrechen, wie sie für imperialistische Staaten üblich
sind, zu verüben.

Darum rufen wir euch auf am Freitag um 15 Uhr mit uns gegen die
ignorante und tödliche Wirtschaftspolitik Deutschlands und der Renk AG
zu demonstrieren. Kommt zur Kundgebung am Kongress am Park und seid mit
uns laut und bunt!

Deutsche Waffen
Deutsches Geld
morden mit in aller Welt!



Demo gegen Nazistrukturen im Allgäu 21. April in Memmingen

Musiklabels die Nazisound verschicken, Druckereien für die rechte Szene und eine ausdifferenzierte Naziszene bestehend aus rechten Motorradclubs, NPD-Kadern und den neurechten Bewegungen wie Identitärer Bewegung, AfD-Strukturen und Reichsbürgern - Auch das bietet das "schöne Allgäu", neben Bergen und Kirchen. 
Dass Nazistrukturen für alle Menschen gefährlich sind, bewies der Mord an Peter Siebert im Jahr 2008: Sein Nachbar, ein Hitlerverehrer und überzeugter Nazi, erstach ihn mit einem Bajonette in einem Nachbarschaftsstreit, weil dieser die Bewohner des Hauses mit lauter Nazimusik beschallte. Auf die Beschwerde von Peter Siebert hin, stach der Täter zu und verletzte ihn tödlich. 

Im folgenden Gerichtsverfahren war die politische Einstellung des Täters dagegen nicht relevant und deswegen wurde und wird diese Tat bis heute nicht in der Polizeistatistik für rechts motivierte Tötungsdelikte geführt. Zu schnell ist in der öffentlichen Debatte von der Verschiebung auf verwirrte Einzeltäter die Rede, stattdessen sollte für alle klar sein, dass neue und alte Nazis, neurechte Bewegungen und Parteien, zur Durchsetzungen ihrer Ziele die Gewalt als Mittel der Wahl ansehen. 

Dass Nazis gewaltätig sind, sollte niemanden mehr überraschen, sondern Allgemeinwissen sein. 

Kommt zur Demonstration "Remembering Means Fighting" am 21. April nach Memmingen. Gegen Rechte Strukturen in Memmingen und an jedem Ort. 
Aus Augsburg gibt's die Möglichkeit für eine gemeinsame Anreise. Treffpunkt ist am kommenden Samstag, den 21.04. um 11:45 vor dem McDonalds am Augsburger Hauptbahnhof.

Dienstag

Veranstaltungshinweis "Die NSU-Monologe" Freitag, 20. April 19:30

Am kommenden Freitag, den 20. April findet das dokumentarische Theater
"Die NSU-Monologe"um 19:30 im Mephisto-Kino statt. 
Hier der Ankündigungstext:
Der "NSU" Prozess in München steht kurz vor der Urteilsverkündung und
gerade in dieser Schlussphase wird durch die Plädoyers der Nebenklage
ohne Zweifel deutlich: Der „NSU“-Komplex steht für einen
rechtsstaatlichen Skandal, in dem Behörden jahrelang in die falsche
Richtung ermittelten, Akten verschwinden ließen und Verstrickungen des
Verfassungsschutzes vertuschten.

Aus Sicht der Betroffenen und diverser zivilgesellschaftlicher
Organisationen gibt es deutliche Anzeichen von institutionellem
Rassismus, doch das Thema wird in Deutschland nach wie vor gemieden: Zu
den Versäumnissen und Verfehlungen von Polizei und Gericht werden weder
Untersuchung angestoßen, noch politische Verantwortung übernommen.

Die „NSU-Monologe“ erzählen eine Geschichte des Kampfes um Wahrheit und
Gerechtigkeit: Über sechs Jahre nach Bekanntwerden des
“Nationalsozialistischen Untergrunds“ und nach fünf Jahren "NSU"-Prozess
erzählt dieses dokumentarische Theaterstück von den jahrelangen Kämpfen
dreier Familien der Opfer des „NSU“. Dabei bleiben die Opfer nicht
namenlos, denn es geht um die Mitteilung der Erfahrungen von Elif
Kubaşık und Adile Şimşek in dem gewaltvollen Verlust ihrer Ehemänner
sowie von İsmail Yozgat in der Trauer um seinen Sohn. Das Stück erzählt
von ihrem Mut, in der ersten Reihe eines Trauermarsches zu stehen, von
der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und von dem
Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die
vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.


Weitere Informationen unter:
https://www.asta.uni-augsburg.de/aktuelles/18-04-09_nsu-monologe.html
Freitag 20.04.2018, Beginn 19:30
Mephisto-Kino, Karolinenstraße 21, Augsburg

Eintritt frei.

Montag

Vortragsmitschnitt "Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern - Die Rote Hilfe Detschlands in der Illegalität ab 1933"

Wer nicht selbst zum Vortrag kommen konnte, hat über den Audiomitschnitt die Möglichkeit den spannenden Vortrag über die Aktivitäten der Roten Hilfe in der Anfangszeit der Naziherrschaft ab 1933 nachzuhören. Auch wenn die Zeitspanne von 1933 bis ca. 1940 kurz erscheinen mag, in der die Rote Hilfe damals, unter dem massiven Druck der Gestapo, noch agieren konnte, gibt der Vortrag die interessante Geschichte der Rote Hilfe in der Zeit wieder, in einer Zeit, in der Rechtsstaatlichkeit und menscheliche Grundwerte in hohem Tempo von den Nazis und Ihren Helfer*innen ausradiert wurden.
Hier der Link zum Download: https://drive.google.com/open?id=1qLsHC0goSs5e8nijw2enGjsZja0TDWy-

Sonntag

Vortrag "Gefangen in Hitlers Kerkern" Freitag 23. März 19:30

Die faschistische Herrschaft der Nationalsozialisten von 1933 - 1945 bringen
Dass für die Shoa, den industrialisierten Massenmord an Juden und Jüdinnen, Menschen mit Behinderungen, Sinti & Roma, Kommunist*innen, Antifaschist*innen, Sozialdemokrat*innenm Gewerkschaftler*innen und vielen anderen, eine umfangreiche Maschinerie an Verwaltungsangestellten, Beamt*innen, Denunzianten, und willfährigen Befehelsempfänger*innen notwendig war gerät dabei allzu leicht aus dem Blickfeld.
Brutale Verhöre, Folter, Standgerichte, Todesstrafen, Verschleppung, Drohung gegen Familienmitglieder und Zwangsarbeit waren und sind es leider die Methoden von autoritären Herrschaftsformen.

Augsburg war da keine Ausnahme.
Das Geäude am Prinzregentenplatz, das heute die AOK nutzt, war zur Nazizeit das Gestapo-Hauptquartier, in dem der damailige Gestapo-Chef Hugo Gold, verhörte und folterte. An der Stelle des heutigen Bürgeramts an der blauen Kappe, stand bis zur Zerstörung 1944, das Landgerichtsgefängnis, das ebenfalls von der Gestapo genutzt wird.
Der VVN-BdA hat einen virtuellen Stadtrundgang auf seinen Webseiten zusammengestellt, der den Bezug von bekannten Gebäude und Orten in Augsburg zur Herrschaft der Nationalsozialisten anschaulich herstellt.

Um so mehr ist es am 18. März, dem Aktionstag für politische Gefangene, wichtig der Opfer von politischer Verfolgung zu gedenken und gleichzeitig dem Vergessen entgegegn zu wirken.

Am Freitag, den 23. März findet dazu ein Vortrag in den Räumen der Ganzen Bäckerei statt, der den Lokalbezug von Augsburg zur Verfolgung politischer Gegner in der Nazizeit herstellt.
Der Vortrag beginnt um 19:30, Eintritt wie immer frei, Spenden erwünscht!

Weitere Informationen unter: http://rotehilfeaugsburg.blogsport.eu/2018/03/07/helft-den-gefangenen-in-hitlers-kerkern-veranstaltung-zum-tag-der-politischen-gefangenen/

viele mit dem millionenfachen Massenmord an Juden und Jüdinnen und dem 2. Weltkrieg in Verbindung.

Mittwoch

Birgit Kelle und die CSU Inningen

Am 22.01.18 hielt Birgit Kelle für die CSU Ortsgruppe Inningen einen Vortrag zu ihrem Buch "Gender Gaga". Dazu haben sich einige Aktivist*innen zusammengesetzt und Texte dazu geschrieben. Es wurde auch vor Ort geflyert und mit Transparenten dagegen protestiert. Die Texte zur CSU und Birgit Kelle wollten wir euch natürlich nicht vorenthalten:






Vorsicht:
Antifeminismus
getarnt als
Konservatismus



Die CSU-Ortsgruppe Inningen lädt die Referentin Birgit Kelle ein, die sonst keine Berührungsängste zu rechtskonservativen Kreisen der AfD hat.

Die CSU-Ortsgruppe Inningen lädt am 22. Januar wider besseren Wissens die Referentin Birgit Kelle ein, um aus Ihrem neuen Buch „GenderGAGA“ zu lesen.
Gendermainstreaming oder die Kritik daran, beschreibt die CSU-Inningen auf Ihrer Webseite mit (Zitat) „aberwitzigen Ideologie von zweifelhaften Sinne und Nutzen“ und spricht damit einem renommierten Forschungsgebiet der Soziologie sämtliche Daseinsberechtigung ab. Anstatt in guter wissenschaftlicher Tradition die Disqualifikation durch Fakten zu suchen und Pluralität an Meinung zu akzeptieren, reiht sich der Ortsverband der CSU damit in anti-feministische Bewegung von AfD und homo-phoben Bewegungen wie „Demo für Alle“ ein.
Die CSU sucht mit einem vermeintlich konservativen Profil, die gefährliche Nähe von rückwärtsgewandter und real längst überkommener starrer Geschlechterstereotypen, wie sie sonst lautstark aus dem Umfeld neu-rechter Bewegungen und Parteien zu hören sind.
Zeigen Sie klar Kante gegen den rechtskonservativen Rollback, solidarisieren Sie sich mit Ihren Mitmenschen um sich antifeministischen Bestrebungen entgegen zu stellen, machen Sie der CSU klar, dass mit einem weiteren Rechtsruck das gesellschaftliche Klima verschärft und die CSU den Anspruch Volkspartei zu sein leichtfertig verspielt, wenn sie für 51% der Gesellschaft aus purer Verzweiflung und Ahnungslosigkeit nur Gesellschaftskonzepte von vor hundert Jahren anzubieten hat.



Außerdem ein paar Infos über Birgit Kelle:

„Nichts bringt die Gender Szene mehr in Aufruhr als das Angebot, Menschen dabei zu helfen, ihre Homosexualität, also ihr Geschlecht, abzulegen, zu verändern, zu überdenken. Da werden aus Therapeuten dann böse Homo-Heiler“ (Kelle bei „hart aber fair“) 

Birgit Kelle ist eine antifeministische Autorin und Publizistin. Sie schreibt u.a. für rechtspopulistische und verschwörungsideologische Publikationen wie die „Junge Freiheit“ oder den KOPP-Verlag. Sie ist zudem Mitorganisatorin des homo- und transfeindlichen Bündnisses „Demo für alle“. 
In ihrem ersten Buch „Dann mach doch die Bluse zu: Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn“ (2013) stellt sie sich gegen die pauschale Darstellung von Männern als Täter und Frauen als Opfer. Zudem vertritt sie die Ansicht, die #Metoo- und allgemein die Sexismusdebatte seien durch „hysterische“ Feminist*innen (1) aufgebauscht, da Frauen sich bekanntlich „sexy“ kleiden, um eben Männern zu gefallen. Beschwerden und Berichte über sexuelle Belästigung bis hin zur Vergewaltigung dienten lediglich dazu, Frauen allgemein als „Opfer der Männer“ zu stilisieren. 
Kelle leugnet die strukturelle Ungleichbehandlung von Frauen und unterstellt Feministinnen, ihr einziges Ziel sei es, Männer pauschal als Täter hinzustellen, da ihnen unterstellt werde, dass jedes Kompliment gegenüber einer Frau von vorherein Sexismus und sexuelle Belästigung sei. 
Darauf folgte ihr nächstes Buch „Gender Gaga: Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will.“ (2015), in dem sie hauptsächlich vertritt, dass die Berücksichtigung der Vielfalt der Geschlechter lächerlich sei. Darüber hinaus sei ihrer Ansicht nach nur die Vater-Mutter-Kind Familie „natürlich“ (2) und homosexuelle Partnerschaften und Adoptionen durch diese eher abzulehnen. Der wahre Sexismus dieser Zeit sei, dass Frauen eben nicht mehr nur das „Heimchen am Herd“ sein sollen, sondern sich selbst aussuchen können, ob sie Mann, Kinder und Familie haben wollen. Kelle unterstellt dem Feminismus allen Frauen vorschreiben zu wollen, dass sie ihre Kinder abgeben, und ihr Leben der beruflichen Karriere widmen sollen. 
Die Fakten: 
Untersuchungen belegen, dass sexuelle Gewalt bis zu 99% von Männern verübt wird. Der Anteil von Frauen als Täterinnen beträgt unter 1%. 
Ein ähnliches Verhältnis ergibt sich bei sexueller Belästigung: In 97% der Fälle gehen die Belästigungen von männlichen Personen und in nur 2% der Fälle von weiblichen Personen aus. (3) Die Gewalt gegen Homo- und Transsexuelle Menschen ist in den vergangenen Jahren signifikant angestiegen. (4) 

Gerade durch Äußerungen, wie die Birgit Kelles in ihrem Buch „Gender GAGA“ und im öffentlichen Diskurs wird Gewalt gegen Frauen und LGBTIQ*- Personen verharmlost und indirekt gefördert. 

Für die Akzeptanz jeglicher sexueller Orientierung und Geschlechter! Gegen Diskriminierung und Ausgrenzung! 



(1) welt.de/debatte/article170658556/Ich-bin-jetzt-auch-eine-islamfeindliche-Hetzerin-Danke.html (2) jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2015/birgit-kelle-gender-mainstreaming-will-an-unsere-kinder/ (3) frauenrechte.de/online/images/downloads/hgewalt/Sexuelle-Gewalt-in-Deutschland.pdf (4) sueddeutsche.de/leben/gewalt-zahl-der-homophoben-straftaten-steigt-deutlich-1.3274545 

Dienstag

Zusätzlicher Öffnungstag

Künftig werden wir jeden 1. Samstag im Monat ab 16:00 Uhr Zeit und Raum bieten für gemütliches Abhängen, gemeinsames kreatives und praktisches Schaffen, Diskussionen, Filme gucken, Kickern oder was immer ihr und wir auch vorhaben.
Das Ganze läuft bis in den Abend rein, solange wir und ihr Lust haben!

Mittwoch

Vortragsmitschnitt "Höhere Mächte, Unterwerfung und Emanzipation" verfügbar!

Am 17. November hatten wir Lothar Galow-Bergemann zu Gast, der zum Thema "Höhere Mächte, Unterwerfung und Emanzipation" referierte.
Den gleichen Vortrag hat er kurze Zeit später in Gießen gehalten, den wir Euch sehr gerne zur Verfügung stellen wollen.

Zu finden ist knapp 71-minütige Vortrag auf emafrie.de: http://emafrie.de/audio-hoehere-maechte-unterwerfung-und-emanzipation/
Um Interesse zu wecken, verlinken wir den Erläuterungstext:
Der Glaube an das Walten höherer Mächte will auch nach drei Jahrhunderten Aufklärung nicht vergehen. In Krisenzeiten, wo Unsicherheit und Zukunftsängste um sich greifen, hat er erst recht Konjunktur. Religion und Religiosität erlangen ungeahntes gesellschaftliches Gewicht. Das gilt nicht nur, aber vor allem für den Islam und die Kontroverse um ihn. Doch ob sich Menschen den eingebildeten Mächtigen angst- und lustvoll unterwerfen, wie es vorzugsweise dem lieben Gott und seinen diversen Spielarten widerfährt oder ob sie sich ihnen als den imaginierten „Herrschern des Geldes“ in rebellischem Gestus entgegenstellen – die wirkliche „höhere Macht“, die ihr Leben beherrscht, durchschauen sie solange nicht, wie ihnen die Zwänge der Kapitalverwertung „natürlich“ und unhinterfragbar scheinen.

Lothar Galow-Bergemann schreibt u.a. für konkret, Jungle World und emafrie.de